Establishing, Conducting and Evaluating Gender Awareness Trainings for Members of Hiring and Tenure Committees at the School of Social Sciences & Technology and for Faculty Recruitment Chairs at TUM
Beschreibung: Die Rekrutierung und Beförderung an Universitäten gelten als entscheidende Momente, in denen geschlechtsspezifische Vorurteile (Gender Bias) Entscheidungsprozesse und damit die Zusammensetzung undMachtverteilung in akademischen Institutionen prägen können. Wissenschaftliche Forschung zeigt, dass unbewusstegeschlechtsspezifische Vorurteile die Wahrnehmung der Eignung von Kandidat*innenbeeinflussen und eine bedeutende Rolle bei Auswahlentscheidungen für akademische Positionen spielen.
Anstatt davon auszugehen, dass Einzelpersonen oder Gruppen ihre geschlechtsspezifischen Vorurteile ohne Unterstützung überwinden können, erkennt ein konstruktivistischer Ansatz, die Existenz von Gender Bias an und schult Einzelpersonen sowie Gruppen darin, geschlechtsspezifische Vorurteile zu erkennen und darauf reagieren zu können, wenn sie auftreten. Dies erfordert, sich mit den unterschiedlichen Formen vertraut zu machen, die Gender Bias in spezifischen Entscheidungssituationen annehmen kann, sowie wirksame Methoden zu erlernen, um solche Vorurteile zu überwinden und eine Aufgabe auf geschlechtergerechte Weise zu erfüllen.
Im Kontext der Rekrutierung und Beförderung in der Wissenschaft bedeutet dies, dass Mitglieder derzuständigen Auswahlkommissionen darüber aufgeklärt, werden müssen, wie sich geschlechtsspezifische Vorurteile häufig im Peer-Review-Verfahren bei Einstellungs- und Beförderungsprozessen äußern, und dass sie darin geschult werden müssen, wie solche Vorurteile verhindert und bekämpft werden können . In diesem Zusammenhang stellen Gender-Awareness-Trainings für Rekrutierungs- und Beförderungskommissionen an Universitäten ein wichtiges Instrument dar.
Projektteam: Cansu Güner, (PI) Ruth Müller
Zeitraum: 2022-2026